Lehrveranstaltungen im FS17

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Vorlesung

"Herr des Lebens": Typologie und Funktionen altägyptischer Särge und Sarkophage in chronologischem Überblick

Dozentin: Prof. Susanne Bickel
Zeit: Di 16:15-18:00 Uhr

Beginn: 21.02.2017
Ort: Kollegienhaus Hörsaal 115
ECTS-Punkte: 2

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Entwicklung der altägyptischen Särge, der mit ihnen verbundenen Textekonvolute sowie archäologischen und sozialen Kontexte.

Literatur:
Death on the Nile. Uncovering the Afterlife of Ancient Egypt, Cambridge Ausstellungskatalog 2016
Luc Delvaux, Sarcophages, sous les étoiles de Nout, Bruxelles 2015
John Taylor, Egyptian Coffins, London 1989.

Proseminare

Das Mittlere Reich: ein Überblick

Dozent: MA Lukas Bohnenkämper
Zeit: Di 12.15-14.00 Uhr

Beginn: 21.02.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181
ECTS-Punkte: 3

Das Proseminar gibt einen Überblick über das ägyptische Mittlere Reich (spätere 11. – 12. Dynastie, ca. 2040 – 1800 v. Chr.) anhand verschiedener Traditions- und Überrestquellen. Exemplarisch werden wichtige Denkmäler sowie Entwicklungen in Architektur, Kunst, Gesellschaftsstruktur, Politik, Religion und Literatur vorgestellt.
Die Referatsthemen werden zu Beginn der Veranstaltung besprochen und vergeben.

Literatur:
N. Favry, Sésostris Ier et le Début de la XIIe Dynastie, Paris 2009.
W. Grajetzki, The Middle Kingdom of Ancient Egypt. History, Archaeology and Society, London 2006.
P. Tallet, Sésostris III et la Fin de la XIIe Dynastie, 2. überarb. Aufl. Paris 2015.

Seminare

Abu Simbel. Ägyptische Religionspolitik in Nubien - ein Ausstellungsprojekt

Dozentin: Prof. Susanne Bickel
Zeit: Mi 12.15-14.00 Uhr

Beginn: 22.02.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
ECTS-Punkte: 3

Anhand des Reiseberichts des Baslers Johann Ludwig Burckhardt wird ein Überblick über einzelne Stätten Nubiens erarbeitet. Der Schwerpunkt liegt auf den von Burckhardt für den Westen wieder entdeckten Tempeln von Abu Simbel. Im Hinblick auf eine mögliche neue Beschilderung der Tempel von Abu Simbel und eine geplante Ausstellung in Kairo mit ausgewählten Objekten aus nubischen Fundstätten werden kurze beschreibende Texte verfasst.

Literatur:
John Lewis Burckhardt, Travels in Nubia, London 1819
Steffen Wenig, Carola Zibelius-Chen, Die Kulturen Nubiens, Dettelbach 2013
Ingeborg Müller, Die Verwaltung Nubiens im Neuen Reich, Wiesbaden 2013
L.A. Christophe, Abou Simbel et l’époque de sa découverte, Bruxelles 1965

Forschungsseminar

Forschungsseminar: Interdisziplinäre und kulturwissenschaftliche Perspektiven in den Altertumswissenschaften

Dozierende:Dr. Hans-Hubertus Münch, Prof. Brigitte Röder, Dr. des. Cédric Scheidegger Lämmle, Dr. Stefanie Schmidt, Dr. Melanie Wasmuth
Zeit: Blockveranstaltungen
Beginn: 20.02.2017
ECTS-Punkte: 3

Spätestens mit Beginn der 1990er Jahre wird unter den beiden Stichpunkten ‚Interdisziplinarität‘ und ‚Kulturwissenschaft‘ innerhalb der deutschsprachigen Geisteswissenschaften eine intensive Diskussion über die Möglichkeiten und Probleme eines Umbaus bzw. einer Neuausrichtung der einzelnen Disziplinen geführt.
Im Mittelpunkt dieser immer noch hoch aktuellen Diskussion stehen dabei seit geraumer Zeit Bemühungen um das Verständnis von Interdisziplinarität und Kulturwissenschaft als einer „Metaebene der Reflexion“, die eine Basis für die sowohl inhaltliche als auch institutionelle Fortentwicklung der Geisteswissenschaften zur Verfügung stellen könnte.
Aufbauend auf derartige Überlegungen beabsichtigen die fünf Veranstaltungen (Einführungssitzung, drei Workshops sowie eine Abschlußsitzung) der Frage nachzugehen, wie Interdisziplinarität/Kulturwissenschaft im Bereich der altertumswissenschaftlichen Doktoratsausbildung konkret und praxisbezogen umgesetzt werden kann. In den einzelnen Workshops soll dabei jeweils aus der Perspektive der Archäologien, der Philologien sowie der Geschichtswissenschaften vorgestellt und diskutiert werden, was unter Interdisziplinarität/Kulturwissenschaft in den einzelnen Bereichen verstanden wird und was aus deren Sicht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in diesen beiden Bereichen sind. Dabei soll aber auch danach gefragt werden, was der jeweils Doktorierende für eine derartige Anschlusskommunikation gewillt ist zu tun bzw. von den Doktorierenden anderer Disziplinen erwartet und wo es ggf. Hindernisse gibt, die einer als gelungen zu bezeichnenden „Metaebene der Reflexion“ im Wege stehen.

Literatur
Aleida Assmann 2011. Einführung in die Kulturwissenschaft: Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen. Berlin: Erich Schmidt Verlag
Böhme, Hartmut & Klaus Scherpe 1996. Literatur und Kulturwissenschaften. Positionen, Theorien, Modelle. Reinbeck b. Hamburg: Rowohlt.
Jungert, Michael (Hrsg.) 2013. Interdisziplinarität: Theorie, Praxis, Probleme. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
Kocka, Jürgen (Hrsg.) 1987, Interdisziplinarität. Praxis - Herausforderungen - Ideologie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Nünning, Ansgar & Vera Nünning (Hrsg.) 2003. Konzepte der Kulturwissenschaften. Stuttgart: Metzler.
Schier, Carmen (Hrsg.) 2014. Interdisziplinarität und Transdisziplinarität als Herausforderung akademischer Bildung: Innovative Konzepte für die Lehre an Hochschulen und Universitäten. Bielefeld: Transcript Verlag.

Kurse

Klassisch-ägyptische Lektüre: Ausgewählte literarische Texte

Dozentin: Dr. Kathrin Gabler
Zeit: Mi 14:15-16:00 Uhr

Beginn: 22.02.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
ECTS-Punkte: 3

Lektüre von Ausschnitten aus verschiedenen literarischen Texten (z. B. Neferti, Sinuhe, Weisheitslehren) sowie Kurzvorstellung und Besprechung dieser Texte im Kontext altägyptischer Literatur

Literatur:
G. Burkard / H. J. Thissen, Einführung in die altägyptische Literaturgeschichte I (Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie 1), Münster / Hamburg / London 2003.

Kurs mit Prüfung: Einführung in das Klassisch-Ägyptische (Jahreskurs)

Dozentin: Prof. Dr. Hanna Jenni
Zeit: Mo 12.15-14.00 Uhr
 & Do 12.15-13.00 Uhr
Beginn: 20.02.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungrsaum S 184
ECTS-Punkte: 10

Mittelägyptisch ist die ägyptische Sprache des Mittleren Reiches und des Neuen Reiches bis zur Amarnazeit, die darüber hinaus für religiöse Texte bis an das Ende der Geschichte des alten Ägyptens verwendet wurde. Da diese Sprachstufe im Gegensatz zu der vorgängigen (Altägyptisch des Alten Reiches) und nachfolgenden (Neuägyptisch ab Amarnazeit) die klassische und grundlegende Sprache ist, beginnt der Anfänger traditioneller- und berechtigterweise damit.

Literatur:
Hanna Jenni, Lehrbuch der klassisch-ägyptischen Sprache, Schwabe Verlag, Basel 2010 (ISBN 978-3-7965-2669-5). CHF 48.--. Das Narrenschiff · Buchhandlung Schwabe AG, Im Schmiedenhof 10, CH-4001 Basel.

Kurs mit Prüfung: Neuägyptisch und Hieratisch I

Dozent: Prof. Antonio Loprieno
Zeit: Di 14.15-16.00 Uhr
Beginn: 21.02.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungszimmer S 183
ECTS-Punkte: 3

Innerhalb der ägyptischen Sprachgeschichte wird in der zweiten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrtausends eine Zäsur gesetzt: Für bestimmte Textsorten, vornehmlich des alltäglichen Gebrauchs, wird die klassische Form des Ägyptischen durch eine Sprachnorm ersetzt, die sich z.T. deutlich von der älteren unterscheidet. Obschon einzelne Phänomene früher beobachtbar sind, ist erst das ramessidische Neuägyptisch als vollständiges grammatisches System fassbar.
Im HS 2016 wurde im ersten Teil dieser zweisemestrigen Veranstatung die Grammatik des Neuägytischen untersucht. Da die Mehrzahl der überlieferten Texte hieratisch geschrieben sind, bietet sich im FS 2017 im zweitel Teil an, das Studium des Neuägyptische durch Textlektüre aus dem hieratischen Original zu vertiefen. Es werden sowohl literarische als auch administrative Texte gelesen und übersetzt.

Literatur:
François Neveu, La langue des Ramsès: Grammaire du Néo-ègyptien, Paris 1996 (Basiswerk für den Kurs)
Friedrich Junge, Einführung in die Grammatik des Neuägyptischen, 2. Auflage, Wiesbaden 1999 (zur Vertiefung empfohlen)

Exkursion

Basel - Zürich - Karlsruhe: drei Sonderausstellungen und ihre Konzepte

Dozentin: Prof. Susanne Bickel
Zeit: Mi 16.15-18.00 Uhr

Beginn: 01.03.2017
Ort: Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
ECTS-Punkte: 3

Es werden drei Sonderausstellungen in Basel, Zürich und Karlsruhe besucht, deren Inhalt besprochen und deren jeweiliges Ausstellungskonzept reflektiert.
Es handelt sich um die Ausstellungen
- Mumien im Naturhistorischen Museum Basel (Donnerstag 2. März 10h vor dem Museum)
- Osiris, das versunkene Geheimnis Ägyptens im Museum Rietberg in Zürich (Freitag 3. März, Nachmittag, Abfahrt 12.33 ab Basel SBB)
- Ramses, Göttlicher Herrscher am Nil im Badischen Landesmuseum Karlsruhe (voraussichtlich Samstag 25. März, Terminbestätigung folgt)

Literatur:
Mumien der Welt, Regine Schulz Hg, Hildesheim 2016
Sunken Cities. Egypt's lost worlds F. Goddio Hg, 2016
Katalog zur Ausstellung Ramses II.

Praktikum

Archäologische Forschung in der Thebanischen Nekropole

Dozentin: Prof. Susanne Bickel
Beginndatum: Block im Jan/Feb 2017
ECTS-Punkte: 4

Teilnahme an einem der beiden archäologischen Projekte in Luxor, min. 4 Wochen.
vorgängige Vorbereitungssitzungen.

Bewerbung langfristig im Voraus.