Dahshur

Dahshur DeM 23. © FU Berlin (N. Alexanian)

Bearbeitung und Publikation der Ergebnisse der Nachgrabungen im Areal der Mastabas DeMorgan 23 & 24 in Dahshur im Rahmen der Grabungen der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Im Zuge der Arbeiten an der Pyramide Amenemhets II. ließ Jacques de Morgan 1895 in dem direkt nördlich an die Pyramide anschließenden Gebiet auch 28 Mastabas des Alten Reiches der V. bzw. VI. Dynastie (zumindest teilweise) freilegen.

Während des in den Jahren 1997 bis 2000 durchgeführten Surveys des gesamten Grabungsplatzes Dahshur ließ sich der Befund vor Ort kaum damit in Übereinstimmung bringen (MDAIK 54, 1998, 314), vor allem, da große Abraumhalden, vermutlich von De Morgans Arbeiten an der Pyramide selbst, die Oberfläche des Areals stark überformen. In Anbetracht dieser Situation wurden in der Kampagne Frühjahr 2002 drei Schnitte im Areal angelegt. In der Fläche 02-3 wurden dabei insgesamt vier Grabanlagen teilweise freigelegt, von denen zwei als Mastaba De Morgan N° 23 und N° 24 identifiziert werden konnten.

Die Mastaba DeMorgan N° 23 besteht aus einem 11,35 x 12,85 m langen Ziegelkernbau mit sieben Schächten in drei Schachtreihen und gehört somit zu den für das späte Alte Reich typischen quadratischen Mastabas. Die Funde (Keramikmaterial entspricht Formen, die in Elephantine in Schichten des späten VI. Dynastie/frühen 1. Zwischenzeit anzutreffen sind, Kastensarg, Dienerfiguren) weisen chronologisch an das Ende der VI. Dynastie. Die entgegen DeMorgans Plan direkt im Süden an die Mastaba angebaute Anlage DeMorgan N° 18 muss später entstanden sein.

Matthias Müller

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